Pflegezulage für Kriegsopfer beantragen


Leistungsbeschreibung

Als beschädigte Person, die infolge der Schädigung hilflos (s. u. bei Voraussetzungen) ist, können Sie eine monatliche Pflegezulage beantragen.

Die Höhe der Pflegezulage richtet sich nach dem Umfang der notwendigen Pflege. Sie ist in 6 Stufen eingeteilt.

  • Stufe I: 305,00 Euro
  • Stufe II: 521,00 Euro
  • Stufe III: 741,00 Euro
  • Stufe IV: 951,00 Euro
  • Stufe V: 1.235,00 Euro
  • Stufe VI: 1.519,00 Euro

Die Einordnung wird je Fall individuell geprüft.
Blinde erhalten mindestens die Stufe III.

  • Verfahrensablauf

    Sie können die Pflegezulage bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Amt für Versorgung und Soziales – Versorgungsamt - beantragen.

    Sind Sie (etwa aus gesundheitlichen Gründen) nicht in der Lage, die zuständige Stelle aufzusuchen, senden Sie einen formlosen Antrag und legen die erforderlichen Unterlagen in Kopie bei. Die Prüfung, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang eine schädigungsbedingte Hilflosigkeit vorliegt, erfolgt in der Regel im Wege einer versorgungsärztlichen Begutachtung (u. U. im Rahmen eines Hausbesuchs.

  • An wen muss ich mich wenden?

    an das für Ihren Wohnort zuständige Amt für Versorgung und Soziales - Versorgungsamt.

  • Voraussetzungen

    Hilflosigkeit

    • Hilflos sind Beschädigte, wenn sie für eine Reihe von häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung ihrer persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages dauerhaft fremde Hilfe brauchen.

    Diese Voraussetzungen sind auch erfüllt wenn:

    • die Hilfe in Form einer Überwachung oder Anleitung erforderlich ist oder
    • die Hilfe zwar nicht dauernd geleistet werden muss, jedoch eine ständige Bereitschaft zur Hilfeleistung erforderlich ist.

    Hilflosigkeit wird z. B. bei folgenden als Schädigungsfolgen anerkannten Gesundheitsstörungen angenommen:

    • bei Blindheit und hochgradiger Sehbehinderung
    • Querschnittslähmung und anderen Behinderungen, die auf Dauer und ständig - auch innerhalb des Wohnraums - die Benutzung eines Rollstuhls erfordern
    • bei Hirnschäden, Anfall-Leiden, geistiger Behinderung und Psychosen, wenn diese Gesundheitsstörungen allein einen Grad der Schädigungsfolgen (GdS) von 100 bedingen
    • Verlust von 2 oder mehr Gliedmaßen, ausgenommen Unterschenkel- oder Fußamputation beiderseits

  • Welche Unterlagen werden benötigt?

    Unterlagen zur Feststellung der Hilflosigkeit (Gutachten des medizinischen Dienstes der Kranken-/Pflegekasse, falls vorhanden; )

  • Welche Gebühren fallen an?

    Keine

  • Rechtsgrundlage

  • Anträge / Formulare

    Das Antragsformular erhalten Sie von der zuständigen Versorgungsbehörde.

  • Was sollte ich noch wissen?

Quelle


Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Hessisches Ministerium für Soziales und Integration