Bestattungsgeld für Kriegsopfer beantragen


Leistungsbeschreibung

Stirbt ein Beschädigter oder ein Hinterbliebener, so können seine Angehörigen ein Bestattungsgeld erhalten, wenn die verstorbene Person zuvor Anspruch auf Rente nach dem Bundesversorgungsgesetz hatte.
Das Bestattungsgeld soll dazu dienen, einen Teil der Bestattungskosten zu decken.

Das Bestattungsgeld erhält, wer die Kosten der Bestattung des Verstorbenen bestritten hat. Es beträgt:

  • für rentenberechtigte Beschädigte:
    • 806,00 Euro
    • 1.609,00 Euro, wenn der Tod die Folge einer Schädigung ist
  • für nicht rentenberechtigte Beschädigte:
    • 1.609,00 Euro, wenn der Tod die Folge einer Schädigung ist

Vom Bestattungsgeld werden zunächst die Kosten der Bestattung an den gezahlt, der die Bestattung besorgt hat. Das gilt auch, wenn die Kosten der Bestattung aus öffentlichen Mitteln bestritten worden sind.
Bleibt ein Überschuss, so sind nacheinander der Ehegatte, der Lebenspartner, die Kinder, die Eltern, die Stiefeltern, die Pflegeeltern, die Enkel, die Großeltern, die Geschwister und die Geschwisterkinder bezugsberechtigt, wenn sie mit dem Verstorbenen zur Zeit des Todes in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben.

Fehlen solche Berechtigte, so wird der Überschuss nicht ausgezahlt.

  • Verfahrensablauf

    Sie können die Bestattungskosten bei dem für den Wohnort der verstorbenen Person zuständigen Versorgungsamt beantragen.

    Sind Sie (etwa aus gesundheitlichen Gründen) nicht in der Lage, die Behörde aufzusuchen, senden Sie einen formlosen Antrag und legen die erforderlichen Unterlagen in Kopie bei.

  • An wen muss ich mich wenden?

    an das für den Wohnort der verstorbenen Person zuständige Amt für Versorgung und Soziales – Versorgungsamt.

  • Voraussetzungen

    Sie haben die Bestattungskosten getragen

    Der Tod gilt stets dann als Folge einer Schädigung, wenn ein Beschädigter an einem Leiden stirbt, das als Folge einer Schädigung rechtsverbindlich anerkannt und für das ihm im Zeitpunkt des Todes Rente zuerkannt war.

  • Welche Unterlagen werden benötigt?

    • Sterbeurkunde
    • Rechnung über Bestattungskosten

  • Welche Gebühren fallen an?

    Keine

  • Bearbeitungsdauer

    Die Bestattungskosten werden auf Antrag in der Regel sofort ausgezahlt.

  • Rechtsgrundlage

  • Anträge / Formulare

    Die Antragsformulare erhalten Sie beim Versorgungsamt

  • Was sollte ich noch wissen?

    • Auf Grund anderer gesetzlicher Vorschriften zu erbringende Leistungen (z.B. Sterbegeld  aus der Krankenversicherung oder der Beamtenversorgung) werden auf das Bestattungsgeld angerechnet.
    • Stirbt ein Beschädigter an den Folgen einer Schädigung außerhalb seines ständigen Wohnsitzes, so werden die notwendigen Kosten für die Leichenüberführung erstattet. Dies gilt nicht, wenn der Tod während eines Aufenthalts im Ausland eingetreten ist. In diesem Fall können Sie jedoch eine Beihilfe beantragen.

Quelle


Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Hessisches Ministerium für Soziales und Integration