Wie macht man den Anspruch geltend – was muss vorgelegt werden?

Die Inanspruchnahme sowie die zeitliche Lage des geplanten Bildungsurlaubs muss dem Arbeitgeber schriftlich mitgeteilt werden.

Die Mitteilung an den Arbeitgeber sollte so frühzeitig wie möglich erfolgen, jedoch spätestens sechs Wochen vor Beginn der Veranstaltung (§ 5 Abs. 1 HBUG).

Ist die Teilnahme an einer fünftägigen Veranstaltung mit zwei zeitlichen Blöcken beabsichtigt, ist die Freistellung vor Beginn des ersten Blocks und für beide Blöcke gleichzeitig zu stellen. Die Freistellung des Arbeitgebers umfasst dann beide Blöcke.

Was muss man dem Arbeitgeber neben der schriftlichen Mitteilung noch vorlegen?

Dem Arbeitgeber müssen neben der schriftlichen Mitteilung über die Inanspruchnahme und zeitliche Lage des Bildungsurlaubs noch folgende Unterlagen vorgelegt werden (§ 5 Abs. 3 HBUG):

  • die Anmeldebestätigung des Veranstalters,
  • den Nachweis der Anerkennung der Veranstaltung als Bildungsurlaub durch die hessische Anerkennungsbehörde oder durch die Behörde eines anderen Bundeslandes - empfohlen wird eine Kopie des behördlichen Anerkennungsbescheides, der dem Veranstalter vorliegt und
  • das Programm der Veranstaltung, aus dem sich Zielgruppe, Lernziele, Lerninhalte und der zeitliche Ablauf ergeben.

Nach erfolgter Teilnahme ist dem Arbeitgeber eine Teilnahmebestätigung des Veranstalters vorzulegen.

Die erforderlichen Unterlagen zur Geltendmachung des Anspruchs werden vom Veranstalter kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Wichtig für eine Freistellung zur Teilnahme an einer Ehrenamtsschulung:

Neben den zuvor genannten Unterlagen muss dem Arbeitgeber auch eine Bescheinigung darüber vorlegt werden, dass eine ehrenamtliche Tätigkeit für eine Organisation der Bereiche „Kinder- und Jugendhilfe (insbesondere die Tätigkeit als Jugendleiterin oder Jugendleiter)“, „Altenhilfe“, „Hospizarbeit und Telefonseelsorge“, „Sozial- und Wohlfahrtswesen“, „Bereiche des Katastrophenschutzes (insbesondere das Sanitätswesen und der Brandschutz), „außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung“, „Hilfe für Flüchtlinge, Vertriebene und Aussiedler“, „Sport (insbesondere die Tätigkeit als Übungsleiterin oder Übungsleiter)“ und „rechtliche Betreuung nach § 1897 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs“ vorliegt.

Diese Bescheinigung benötigt der Arbeitgeber um später eine Lohnkostenerstattung beim Land Hessen geltend machen zu können.