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Vater mit Kind © Land Hessen

Familienfreundlich! - In allen wichtigen Bereichen

Führung und Arbeitsorganisation

Vorgesetzte, die ihren Beschäftigten Verständnis und Vertrauen für deren familiäre Verpflichtungen entgegenbringen und entsprechende organisatorische Rahmenbedingungen schaffen, können umgekehrt mit hoher Loyalität und Einsatzbereitschaft rechnen.

Führungskräften kommt bei der Umsetzung von Beruf und Familie eine besondere Verant-wortung zu. Sie gewährleisten durch die Schaffung eines wertschätzenden Arbeitsklimas und das Kennen der Belastungssituationen Ihrer Beschäftigten eine familienbewusste Führung. Spezielle Führungskräfteschulungen zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören zu einer familienfreundlichen Personalpolitik.

Eine gute Arbeitsorganisation zeichnet sich bei hohen Leistungserwartungen durch den Einsatz der Beschäftigten entsprechend ihren persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten aus. Über- aber auch Unterforderung soll vermieden werden. Strukturierte Arbeitsabläufe geben Sicherheit und fördern Transparenz.

Fort- und Weiterbildung ist die Grundlage für lebenslanges Lernen, abgestimmt auf die entsprechenden Aufgaben der Beschäftigten unabhängig von Beschäftigungsumfang und Betreuungssituation.

Bei der Planung von dienstlichen Terminen werden familiäre Verpflichtungen berücksichtigt.

Arbeitszeit und Arbeitsort

Vielleicht gibt es ja bereits flexible Arbeitszeitmodelle, oder einzelne Aufgaben können schon ortsunabhängig erfüllt werden? Vertrauen und klare Regeln sind eine gesunde Basis für gute Leistungen.

Flexible Arbeitszeit ermöglicht Arbeitszeitsouveränität und Gestaltungsfreiheit für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Ausweitung des Gleitzeitrahmens, ein Mindestmaß an Kernzeit kann, neben angepassten, individuellen Arbeitszeiten, sich positiv auf besondere Lebenssituationen von Beschäftigten auswirken.

Ob mobiles flexibles Arbeiten oder Telearbeitsplatz, beides erhöht den individuellen Gestaltungsfreiraum. Die optionale Wahl des Arbeitsortes führt zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und kann daneben gesundheitsfördernd wirken und damit zur Erhaltung der Leistungs- und Dienstfähigkeit beitragen. Für den Arbeitgeber ist eine ressourcensparende Raumplanung ein Vorteil.

Information und Kommunikation

Das ist von besonderer Bedeutung! Denn wer sich schlecht informiert fühlt, ist unzufrieden. Transparenz, offener Umgang und Fairness zwischen Führungsebene und Beschäftigten sind entscheidend.

Durch die Benennung fachlicher Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner und die familienfreundlichen Strukturen als festen Bestandteil z. B. im Intranet zu implementieren, sind Möglichkeiten einen andauernden Informationsfluss zu gewährleisten.

Alle Beschäftigten werden regelmäßig über Angebote und Vernetzungen informiert. Eine Informationsbroschüre erweitert die interne und externe Kommunikation. Das Führen des Gütesiegels auf Briefkopf, Veröffentlichungen und Homepage stellt die familienfreundliche Personalpolitik der Dienststelle auch nach außen dar.

Durch einen dienststellenübergreifenden Erfahrungsaustausch können vorhandene Erfahrungen, Wissen, Organisation und Ressourcen durch gemeinsamen Einsatz gebündelt werden und Vorteile für alle realisiert werden.

Angebote für Beschäftigte

Es muss nicht gleich ein Betriebskindergarten sein! Eine familienfreundliche Dienststelle zeichnet sich dadurch aus, dass sie bedarfsgerecht Angebote für ihre Beschäftigten entwickelt. Das können z.B. Betreuungs- oder Sportangebote wie auch Informationsveranstaltungen zur Pflege sein.

Auch das Mitbringen von Kindern in Bertreuungsnotfällen zählt zu den bewährten Möglichkeiten. Dies ist einfach umzusetzen mit einem mobilen Spielcontainer oder einem Eltern-Kind-Zimmer.

Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder Ferienbetreuungsangebote können in Kooperation mit anderen Dienststellen, Kommunen oder mit anderen örtlichen Anbietern geprüft werden. Notfallbetreuungsangebote lassen sich im Verbund leichter realisieren.

Für alle Beschäftigten können Gesundheitsangebote, z.B. gesundes Mittagessen, Rückenschule, Gesundheitstage oder ein Massageservice angeboten werden. Alltagsentlastende Dienste, wie z.B. Wasch- und Bügelservice nutzten auch Kolleginnen und Kollegen, die nicht vereinbaren müssen.