Chronik des Finanzamtes Nidda

Im Jahr 1832 wurde in der Provinz Oberhessen des seit 1806 bestehenden Großherzogtums Hessen der Landkreis Nidda gebildet. Die Kreisstadt war Nidda mit Sitz u. a. einer Ober- und Distrikteinnehmerei sowie eines Steuerkommissariates, in dessen Zuständigkeitsbereich im Jahr 1854 35.509 Menschen in 62 Orten lebten. Neben Nidda zählten u. a. die Gemeinden Berstadt, Echzell, Gedern, Hirzenhain, Hungen und Ortenberg dazu.

In 1902 wurde für das Steuerkommissariat in der Schillerstraße ein Dienstgebäude mit vier Büros und Wohnungen für den Leiter des Kommissariates, den Steuerkommissär und den Hausmeister errichtet.

Im Dezember 1908 erhielt das Steuerkommissariat die Bezeichnung Finanzamt, dessen Leiter ab dann den Titel Finanzamtmann führte.

In den Jahren 1921/1922 und 1934 wurde angebaut, um ausgelagerte Arbeitsbereiche, insbesondere die in der Ludwigstraße untergebrachte Finanzkasse, im Haupthaus integrieren zu können.

Durch die Auflösung der Finanzämter Schotten (1943) und Büdingen (1947) und der damit verbundenen Übernahme von Aufgaben und Personal war eine erneute Erweiterung des Amtsgebäudes unumgänglich. Die 17 neu geschaffenen Büroräume konnten 1950 bezogen werden. Nach Auflösung der Ämter in Schotten und Büdingen verblieb alleine das Finanzamt Nidda im damaligen Landkreis Büdingen. Sein Zuständigkeitsbereich war mit dem Landkreis nahezu identisch. Er umfasste 730 qkm mit mehr als 85.000 in 103 Städten und Gemeinden lebenden Einwohnern.

Trotz der mehrfachen Gebäudeerweiterung ließ die Unterbringung der Beschäftigten zu wünschen übrig. So mussten für die Arbeitsbereiche Einheitsbewertung, Bodenschätzung, Grunderwerbsteuer, Wohnungsbauprämie und Betriebsprüfung mehrere Außenstellen angemietet werden. Eine entscheidende Verbesserung dieser Situation trat erst 1984 ein, als ein weiterer Anbau mit einer Nutzfläche von 1660 qm und 49 funktionsgerechten und modern eingerichteten Büros bezogen werden konnte. Seit der Grundinstandsetzung des „Altbaues“ im Jahre 1987 befinden sich alle Beschäftigten des Amtes unter einem Dach.

Der Zuständigkeitsbereich des Amtes erstreckt sich seit der Gebietsreform im Jahre 1972 und der damit verbundenen Auflösung der Landkreise Büdingen und Friedberg sowie der Neugründung des Wetteraukreises auf das Gebiet des Altkreises Büdingen, den östlichen Teil des Kreises.

Im April diesen 2016 hat das Finanzamt Nidda das Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber Land Hessen“ erhalten.